„Für Deutschland öffnet sich in China gerade eine Tür“

Im Herbst 2016 verbrachten 14 Führungskräfte aus Deutschland zwei Wochen zur Fortbildung in China. Im Rahmen des Programms „Fit für das Chinageschäft“ besuchten sie die Wirtschaftszentren Jieyang, Shenzhen und Chengdu.

Jieyang / Shenzhen / Chengdu. „Es gibt kaum einen effizienteren Weg, sich ein Bild dieses Landes zu machen und Möglichkeiten für das eigene Geschäft zu entdecken“, sagt Peter Gröndahl. Er ist Teilnehmer des fünften Managerfortbildungsprogramms für deutsche Unternehmer, die Interesse am chinesischen Markt haben. Die zwei Wochen Weiterbildung, die er und 13 andere deutsche Manager in China verbracht haben, zeichneten sich erneut durch die erfolgreiche Kombination aus Information über Deutsch-Chinesische Kooperationen mit Zugang zu Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft, Matchmaking, Besuchen bei chinesischen und deutschen Unternehmen sowie Messen und Konferenzen aus. Und das Interesse von chinesischer Seite an Kontakten zur deutschen Wirtschaft und an einer Zusammenarbeit mit deutschen Unternehmen ist ungebrochen. Wirtschaftszentren wie Jieyang, Shenzhen und Chengdu haben trotz des abgeschwächten Wachstums in China ein großes Potential an Wirtschaftsentwicklung und Handel.

Während des Aufenthalts in Chengdu besuchten die Unternehmer die 16. Western China International Fair (WCIF), die 2016 unter dem Motto „Western China, Opportunities for the World” stand und bei der Deutschland das Ehrengastland war. Damit wurde den guten wirtschaftlichen Beziehungen Respekt gezollt, die China und Deutschland seit Jahrzehnten pflegen. Großen Anklang fand auch die Deutsch-Chinesische Wirtschaftskonferenz, die der Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel feierlich eröffnet hat und bei der die Teilnehmer erfolgreich an einem Matchmaking teilnahmen. Auch hier stand die Modernisierung der chinesischen Industrie im Vordergrund – widergespiegelt insbesondere in den Themen KMU und Industrie 4.0.

Den feierlichen Abschluss des Konferenztages bildete der „Deutsche Abend“ im New Century Global Center in Chengdu. Über 600 Gäste folgten der Einladung des Generalkonsulats. Die Veranstaltung wurde durch Generalkonsul Dr. Klaus Schmidt, Sichuans Gouverneur Yin Li, Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Matthias Machnig und Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek eröffnet. Hier hatten die MP-Teilnehmer Gelegenheit, mit Machnig über ihre China- und Programmerfahrung zu sprechen. Und diese wird ihr Chinabild nachhaltig verändert haben.

Gröndahl ist jedenfalls mehr als beeindruckt. „Eine Reise in die Metropolen Chinas kommt einem bisweilen wie eine Reise in die Zukunft vor“, fasst er seine Eindrücke zusammen. „China lädt innovative deutsche Unternehmer ein, ihre Ideen vor Ort zügig umzusetzen und erfolgreich weltweit zu vermarkten. Für Deutschland öffnet sich in China gerade eine Tür – gehen wir einfach durch.“